Hornhautdystrophien

Wer an einer der Formen der Hornhautdystrophie erkrankt, bei dem kommt es zu mehr oder weniger starken Einlagerungen auf der Hornhaut. Dadurch verliert sie an Transparenz und Sehkraft. Die Anlage zur Hornhautdystrophie ist oft vererbt. Es gibt 4 Formen der Hornhautdystrophie, die aber ganz unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben.
Fuchs Dystrophie
Bei dieser Form der Dystrophie kommt es zu einer Degeneration der Endothelzellen im Auge. Dadurch wird das Wasser nicht mehr ausreichend aus der Hornhaut gepumpt und es kommt zu einer Schwellung der Hornhaut. Diese Flüssigkeitseinlagerung führt zu einer Trübung und zum Nachlassen der Sehkraft. Behandelt wird diese Form der Dystrophie meist mit Augentropfen oder speziellen Kontaktlinsen. Bei schweren Fällen wird auch eine Hornhautübertragung durchgeführt.
Keratokonus
Beim Keratokonus handelt es sich um eine Ausdünnung der Hornhaut. Diese wölbt sich nach außen und erreicht so eine konische Form. Dies führt dazu, dass die Brechkraft des Auges nicht mehr optimal ist und der Patient seine Umgebung nur noch verschwommen wahrnimmt. Eine Keratokonus Erkrankung wird, neben dem Einsatz einer Brille oder Kontaktlinsen, durch eine Hornhautübertragung behandelt.
Stromale Hornhautdystrophie
Die stromale Hornhautdystrophie macht sich durch 3 verschiedene Hornhautablagerungen bemerkbar. Sie treten dabei als gittrige, fleckförmige oder granuläre Ablagerungen auf der Hornhaut auf. Solche Ablagerungen können die Sehkraft empfindlich stören. In vielen Fällen raten die Ärzte dann zu einer Hornhautübertragung.
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie
Diese Form der Dystrophie führt zu einer Veränderung der Basalmembran. Auf der Basalmembran siedeln die Epithelzellen, welche die Hornhaut des Auges mit Nährstoffen aus der Tränenflüssigkeit versorgen. Können dort die Epithelzellen nicht mehr anhaften, so führt das zu chronischen Beeinträchtigungen wie einem Verschwommensehen. Außerdem liegen, durch das Fehlen der Epithelzellen, die Nervenenden an der Augenoberfläche ungeschützt frei, was zu Schmerzen führt. Behandelt wird die Erkrankung durch Augentropfen oder Salben. In schwereren Fällen kommt auch eine Entfernung der Epithelzellschicht durch einen Laser infrage.
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05. Jan, 2011 

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