Lucentis Behandlung

Behandlungen am AugeBei Lucentis handelt es sich um ein neues Medikament, dass zur Behandlung der Makuladegeneration eingesetzt wird. Bei der Makuladegeneration oder kurz auch AMD genannt, handelt es sich um eine sehr häufige Augenerkrankung älterer Menschen. Dabei kommt es zu Ablagerungen im Auge. Diese Ablagerungen werden auch Drusen genannt. Die Ablagerungen verschlechtern das Sehen und können schlimmstenfalls zu einer völligen Erblindung führen. Bei dieser Krankheit unterscheidet man zwischen einer trockenen und einer feuchten AMD. Bei der trockenen Form der AMD ist eine Behandlung möglich, sie kann zu einer Verbesserung der Sehfähigkeit führen.

Zur Behandlung der AMD stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Eine Behandlungsmethode ist die mit dem Medikament Lucentis. Der Wirkstoff, der in Lucentis enthalten ist, trägt den Namen Ranibizumab. Es handelt sich dabei um ein Antikörperfragment, dass das Protein, das bei der Ausbildung kleiner Blutgefäße (Angiogenese) ein Rolle spielt, hemmt. Dies sind die Blutgefäße, die in das Auge des Erkrankten wuchern.

Bei der Behandlung wird der Wirkstoff in Lucentis nach einer örtlichen Betäubung direkt in den Glaskörper des Auges injiziert, wobei die Dosis bei 0,5 mg liegt. Diese Injektionen werden zunächst in monatlichen Intervallen verabreicht. Nach einer Behandlungsphase von etwa 3 Monaten erfolgt die sogenannte Erhaltungsphase. In dieser Zeit prüft der Augenarzt regelmäßig das Sehvermögen des Patienten. Sobald es sich wieder um einen bestimmten Wert verschlechtert, wird das Präparat erneut verabreicht.

Wie jedes Medikament hat auch Lucentis nicht nur erwünschte Wirkungen, sondern auch Nebenwirkungen. Dies können Schmerzen, ein gewisses Fremdkörpergefühl oder auch Blutungen sein. Während der Behandlung kann es zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks kommen. Der Patient kann unter Umständen kleine schwarze Punkte vor den Augen sehen oder es erscheinen fadenartige Gebilde im Gesichtsfeld. Lucentis wurde von der Europäischen Kommission im Jahre 2007 für alle Länder der EU zugelassen. Die Herstellung liegt in den Händen des Pharmakonzerns Hoffmann-La Roche.

Wenn sich sich behandeln lassen wollen, sollten Sie einen Augenarzt in Ihrer Nähe aufsuchen. Bei professionellen Lasereingriffen kann Ihnen die Augenlaserklinik iQGEN.com weiterhelfen.

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