Strabismus: Schielen

Schielen

Beim Schielen befinden sich die Augen in einer Fehlstellung. Am häufigsten ist das einwärtsgerichtete sowie das auswärtsgerichtete Schielen. Ärzte unterscheiden drei Formen des Strabismus. Ein latentes Schielen tritt dann auf, wenn die Augenmuskeln zueinander nicht mehr im Gleichgewicht sind. Die Folge ist, dass visuelle Reize der beiden Augen, nicht mehr zu einem einzigen Bild verschmolzen werden können. Betroffene sehen alles doppelt.

Latentes Schielen ist keineswegs ein anhaltender Prozess. Es kommt nur in Situationen der Anstrengung oder der Müdigkeit zum Schielen. Eine schwache Form des Schielens kann von dem Gehirn ausgeglichen werden, sodass viele Betroffene ihr Schielen gar nicht wahrnehmen. Bei der Form des Begleitschielens ist ein solcher Ausgleich durch das Gehirn nicht möglich. Diese Art tritt vorwiegend in den ersten Jahren des Lebens auf. Ein vorübergehendes Schielen ist das Lähmungsschielen. In diesem Fall können einige äußere Muskeln des Auges ihre Aufgabe nicht erfüllen, sie fallen aus. Lähmungsschielen kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise eine Geburtsverletzung, Entzündungen oder Muskelerkrankungen.

Schielen: Behandlung

Die Behandlungsart richtet sich nach der Form des Schielens. Schielen kann nicht immer therapiert werden, in manchen Fällen wird die Behandlung darauf ausgerichtet, ein Doppelsehen der Betroffenen zu vermeiden oder zu verringern. Häufig führt ein bestimmtes Training der Augen zu dem gewünschten Erfolg. Lähmungsschielen muss nicht immer behandelt werden, es kann sein, dass sich nach einigen Wochen eine Besserung einstellt. Ist dies nicht der Fall, muss nach der Ursache für die Lähmungserscheinungen gesucht werden. In letzter Instanz, auch aufgrund kosmetischer Aspekte, kann eine Korrektur durch eine Operation erfolgen.

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