Aufbau des Auges

Wie ist das Auge des aufgebaut?

Das Auge ist in Form einer Hohlkugel aufgebaut. Die äußere, gerichtete Seite ist mit der Hornhaut versehen. Die Hornhaut ist von den Lidern geschützt. Die Hornhaut (lat.: Cornea) ist sozusagen das Fenster des Auges, durch das das Licht hinein fällt. Die Hornhaut besteht aus Kollagenfasern, die eng miteinander verbunden sind, so dass eine glasklare Kuppel entsteht. Die Außenseite dieser Millimeter dicken Kuppel ist mit Tränenflüssigkeit benetzt.

Die Hohlkugel wird von der Regenbogenhaut (Iris) durchspannt, die sich in einen kleineren vorderen Abschnitt und einen etwa fünfmal größeren hinteren Abschnitt unterteilt. Die zwei verlaufenden Muskeln in der Iris können die Pupille je nach Lichtverhältnis verkleinern oder vergrößern.

Die Pupille befindet sich in der Mitte der Iris. Die Pupille stellt sich auf die Lichtverhältnisse ein und wird so weit geöffnet oder stark geschlossen. In der Dunkelheit hingegen weiten sich die Pupillen, um möglichst viel Licht durchzulassen. Aber auch bei Freude, Angst und anderen Gefühlsschwankungen kann sich die Pupille vergrößern oder verkleinern. Ältere Menschen haben in der Regel kleinere Pupillen als Kinder.

Direkt hinter der Pupille (an der Vorderfläche des Glaskörpers) befindet sich die Linse, die an einer muskulösen Vorwölbung, mit feinen Fasern der Augeninnenwand (Strahlenkörper) aufgehängt ist.

Der Strahlenkörper (lat.: Corpus ciliare) umgibt die Linse. Der Strahlenkörper enthält den Ziliarmuskel, der wichtig ist, um Objekte in verschiedener Entfernung zu wahr zu nehmen. Der Zilarkörper produziert zudem die Flüssigkeit, die zwischen Hornhaut und Linse eingelagert ist (Kammerwasser).

Hinter der Iris befindet sich der Glaskörperraum. Der Glaskörperraum ist mit einer gallertartigen, durchsichtigen Masse, dem Glaskörper, angefüllt. Der Glaskörper (lat.: Corpus vitreum) wird ebenfalls von einer Gallertmasse ausgefüllt. Sie besteht zu 98 Prozent aus Wasser und zu 2 Prozent aus Hyaluronsäure (Eiweiß und Zucker). Der Glaskörper wird von einer dünnen Membran umgeben und wird von der Netzhaut ausgekleidet.

Die Augenkammern (lat.: Camerae bulbi) sind Ausdehnungen, die mit Kammerwasser befült sind. Das Kammerwasser besteht aus Sauerstoff und Nährstoffen. Die Linse wird dadurch ernährt und anderseits dient es der Hornhaut, das Auge zu stabilisieren.

Die hintere Augenkammer (lat.: Camera posterior bulbi) erstreckt sich von hinten durch die Linse, und wird weiter vorn durch die Iris begrenzt. Der Bereich direkt vor der Iris wird vordere Augenkammer (lat.: Camera anterior bulbi) genannt.

Der Sehnerv (lat.: Nervus opticus) leitet die Informationen von der Netzhaut zum Gehirn. Die Austrittsstelle aus der Netzhaut beginnt an der Papille (Blinder Fleck). Der Blinde Fleck ist die Stelle des Geschichtsfelds, auf die sich die Papille projiziert. Die Netzhaut besitzt an dieser Stelle keine Lichtrezeptoren. Der Mensch ist für diese Region des Gesichtsfelds blind.

Test Blinder Fleck online:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blinder_Fleck_%28Auge%29

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