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Farbsehschwäche (Farbenblindheit)

farbenblindheit

Im Volksmund wird zumeist die bekannte Rot-Grün-Sehschwäche als Farbenblindheit bezeichnet, obwohl es sich dabei strenggenommen nur um eine Dyschromasie (Farbenfehlsichtigkeit) handelt.  Von dieser sind etwa neun Prozent aller Männer und ein Prozent aller Frauen betroffen. Daneben existiert jedoch auch noch die echte Farbenblindheit (Achromasie), bei der die Betroffenen gar keine Farben, sondern nur Kontraste wahrnehmen können.

Die Farbenfehlsichtigkeit

Bei der Dyschromasie liegt ein angeborener Defekt an einem oder mehreren der drei farbevermittelnden Rezeptoren im Auge vor. Diese drei Rezeptoren leiten die Grundfarben Rot, Grün und Blau weiter, die vom Gehirn zu den unterschiedlichsten Farbtönen vermischt werden. Fallen gleich zwei dieser Rezeptoren aus, können die Betroffenen die Welt lediglich in Grautönen wahrnehmen. Ist lediglich ein Rezeptor gestört, werden die Farben falsch wahrgenommen. Zumeist ist dabei die Rot/Grün-Wahrnehmung gestört, während in seltenen Fällen auch eine Blau/Gelb-Sehschwäche auftreten kann.

Viele Betroffene wissen nicht einmal, dass sie farbenblind sind und häufig kommt die Sehschwäche nur per Zufall ans Tageslicht. Ein bekannter einfacher Test zur Farbenfehlsichtigkeit ist die sogenannte Ishihara-Farbtafel, die der japanische Augenarzt Shinobu Ishihara 1917 entwickelte. Dabei müssen die Probanden Tafeln mit Farbflecken betrachten, in denen Normalsichtige bestimmte Zahlen oder Buchstaben erkennen können, Farbenfehlsichtige jedoch nicht. Ein ähnlicher Test ist der sogenannte Farnsworth-Test.

Die Farbenfehlsichtigkeit wirkt sich normalerweise nicht auf das Alltagsleben aus, doch Betroffenen können möglicherweise bestimmte Berufe verwehrt bleiben, in denen ein hervorragendes Sehvermögen von großer Bedeutung ist.

Die Farbenblindheit

Die echte Farbenblindheit (Achromasie) tritt weitaus seltener auf als die Farbenfehlsichtigkeit. Dabei handelt es sich entweder um eine Störung in der Netzhaut oder um eine neurologische Störung im Gehirn, die zu einer gestörten Farbwahrnehmung führt. Während die Störung der Netzhaut meist angeboren ist, kann die neurologische Störung Folge eines Schlaganfalls oder eines Schädel-Hirn-Tramas sein. Bei der Achromasie fehlt den Betroffenen nicht nur jede Farbwahrnehmung, sondern auch die Sehschärfe. Viele Patienten leiden außerdem an einer Photophobie, d.h. an einer Überempfindlichkeit gegenüber Licht. Getönte Kontaktlinsen oder spezielle Brillen mit Blendschutz können gegen die Blendung durch das Licht helfen, doch eine Heilung der Achromasie ist nicht möglich.

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