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Gerstenkorn – Hagelkorn

Gerstenkorn

Das Gerstenkorn, auch Hordeolum genannt, ist eine kleine entzündete Stelle am Augenlid. Hier liegt eine Infektion mit Bakterien, meistens dem Staphylokokkus aureus, vor. Das Gerstenkorn zeigt sich als kleine punktuelle Schwellung am Lidrand im Bereich der Wimpern. Hier sitzen ebenso wie am Körper winzige Talg- und Schweißdrüsen, die sich durch die Beteiligung von Bakterien entzünden können. Diese Talgdrüsen sorgen dafür, dass im Tränenfilm ein gewisser Fettanteil vorhanden ist. Dadurch wird nicht nur die Konsistenz der Tränen geschmeidig, sie verdunsten dadurch auch nicht so schnell.

Die Entstehung und die Variationen

Bakterien sind in der gesamten Umwelt zu finden und der Mensch fasst täglich über 20-mal mit den Fingern ans Auge. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass durch die Übertragung von Bakterien Erkrankungen am Auge auftreten können. Besonders Kinder, die beim Spiel draußen auch mit Schmutz in Kontakt kommen, haben ein besonderes Risiko von solchen Augenerkrankungen. Sie erkranken deutlich mehr an einem Gerstenkorn als die Erwachsenen. Das Gerstenkorn wird in ein äußeres und ein inneres Gerstenkorn unterschieden. Handelt es sich beispielsweise um ein äußeres Gerstenkorn, kann die Moll-Drüse, die für die Talgabsonderung zuständig ist oder die Zeis-Drüse, die für die Produktion von Hautschweiß verantwortlich ist, entzündet sein. Die Bakterien können sich an einer bestimmten Stelle am Lid festsetzen und dort eine Entzündung hervorrufen. Wenn Menschen allgemein über ein schwaches Immunsystem verfügen, ist die Gefahr einer Erkrankung am Gerstenkorn erhöht. Auch Diabetiker unterliegen einem höheren Risiko. Tritt das Gerstenkorn häufiger oder gleich mehrfach auf, ist der Besuch bei einem Allgemeinarzt oder Augenarzt angebracht.

Ein beginnendes Gerstenkorn äußert sich zunächst durch eine deutliche Rötung des Augenlides. Es bildet sich ein kleiner Knoten, der sich dann mit Eiter füllt und ziemlich schmerzhaft werden kann. Die Schwellung ist nicht nur sehr unangenehm, weil ein unangenehmes Spannungsgefühl durch den Eiterknoten entstehen kann, das gesamte Augenlid kann anschwellen und das Auge nur noch schwer zu öffnen sein. In den meisten Fällen verläuft jedoch eine solche Erkrankung ohne Komplikationen. Der kleine Eiterknoten platzt auf und dann heilt das Gerstenkorn von selbst ab. Kommen jedoch allgemeine Erkrankungssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder auch ein Anschwellen der Lymphknoten hinzu, sollte auf jeden Fall der Arzt aufgesucht werden. Bei einem inneren Gerstenkorn ist es nicht so offensichtlich, worum es sich handelt. Hierbei entzündet sich die Lidinnenseite flächig und äußert sich durch eine schmerzhafte Schwellung. Treten die Erkrankungen häufiger auf, sollte der Betroffene sich allgemeinärztlich untersuchen lassen, um einen Diabetes auszuschließen.

Die Behandlung

Eine Behandlung eines Gerstenkorns ist nicht zwingend notwendig, es heilt meist von selbst wieder ab. Die Behandlung mit einer Rotlichtlampe kann diesen Vorgang unterstützen. Eine vom Arzt verordnete antibiotische Augensalbe kann dafür sorgen, dass sich die Infektion nicht noch weiter ausbreitet, hier ist besondere Vorsicht bei der Anwendung der Augensalbe zu beachten, damit eine Übertragung über die Finger auf das gesunde Auge nicht vorkommen kann. Das innere Gerstenkorn ist durch seine Nähe zur Augenhöhle besonders sorgfältig zu behandeln. Hier könnte auch die allgemeine Antibiotika-Therapie notwendig werden, um ein Übergreifen auf die Bindehaut oder die Augenhöhle zu vermeiden.

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