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Keratokonus

Keratokonus

Unter dem Keratokonus wird eine meist angeborene Fehlbildung im vorderen Bereich des Auges verstanden. Das gesunde Auge wird in sechs verschieden strukturierte Schichten unterteilt. Jeder dieser Bereiche hat seine spezielle Aufgabe. Die Hornhaut stellt die vordere Schicht des Auges dar, sie ist die Fortsetzung der Lederhaut, die den hinteren Teil des Auges einhüllt. Normalerweise ist diese Hornhaut gleichmäßig geformt. Beim Keratokonus ist sie jedoch vorgewölbt, was die Sehleistung stark beeinträchtigen kann.

Diagnose

Ein Keratokonus tritt in den meisten Fällen im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Es gibt Menschen, die zwar eine Anlage zu einem Keratokonus haben, bei denen er aber nicht in der Form ausbricht, dass er behandlungsbedürftig wäre bzw. Sehprobleme verursacht. Durch die nach vorne gewölbte Hornhaut des Auges wird die Sehleistung beeinträchtigt, es kommt zu einer immer stärker werdenden Kurzsichtigkeit. Durch die Unregelmäßigkeit der Hornhaut werden starke Abbildungsfehler wahrgenommen, die Bilder werden oft verzerrt dargestellt. Augenärzte können mithilfe von speziellen Geräten den Krümmungsradius messen. Der Keratokonus wird in verschiedene Erscheinungsformen eingeteilt, vereinfacht in globalen, ovalen, kreisförmigen und kuppelförmigen Keratokonus. Wichtig ist die Verlaufskontrolle, um rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen ergreifen zu können.

Behandlung

Um die beeinträchtigte Sehleistung, die im Laufe der Zeit noch schlechter werden kann, zu verbessern, kann im Anfangsstadium mit einer Brille die Sehleistung verbessert werden. Das funktioniert jedoch nur solange, wie die Hornhautoberfläche gleichmäßig gekrümmt ist. Später können stabile Kontaktlinsen verwendet werden. Eine Kontaktlinse ist jedoch nur als Verbesserung der Sehleistung zu sehen, sie ist keine vorbeugende und auch keine therapierende Maßnahme. Es gibt viele verschiedene Kontaktlinsen, mit denen in diesem Stadium die Sehleistung für eine Zeit verbessert werden kann. In fortgeschrittenen Stadien kann dies jedoch nicht mehr ausreichend sein und eine Operation wird notwendig. Auch in diesem Bereich gibt es unterschiedliche chirurgische Maßnahmen. Neu ist auf diesem Gebiet die tief lamelläre Keratoplastik, bei der die Hornhaut Schicht für Schicht abgetragen wird und eine Spenderhornhaut eingesetzt wird.

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