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Kontaktlinsen

Kontaktlinsen

Es ist ein Paradox der Zeit: Während sich der Großstadt-Hipster eine Hornbrille aus Fensterglas aufgesetzt um durchgeistigter zu wirken, greifen immer mehr Menschen mit echten Sehproblemen zu Kontaktlinsen statt zur Brille. Einerseits empfinden sie Kontaktlinsen und damit ein brillenfreies Gesicht als ästhetischer, andererseits haben die kleinen Linsen im Auge auch praktische Vorteile, zum Beispiel beim Sport.

Allerdings wird bei Kontaktlinsen noch immer viel falsch gemacht. So sind „harte“ Linsen eigentlich die gesündere Wahl, da sie kleiner sind und mehr Luft und Tränenflüssigkeit an das Auge lassen. Viele nutzen jedoch lieber „weiche“ Linsen, die als angenehmer empfunden werden. Diese werden zumeist als „Monatslinsen“ angeboten und sind eigentlich nur dazu gedacht, unregelmäßig getragen zu werden, zum Beispiel beim Sport oder beim abendlichen Ausgehen. Werden diese Monatslinsen jedoch konstant getragen, kommt zu trockenen Augen und Reizungen der Bindehaut.

Viele Kontaktlinsenträger bedenken auch nicht, dass das Auge ein „Schmerzgedächtnis“ hat: Werden Kontaktlinsen eine Weile abgesetzt, damit das Auge ausheilen kann, und dann wieder von neuem angewendet, setzt die Belastung dort ein, wo sie vor dem Absetzen aufgehört hat. Die Augen sind schnell wieder gerötet und die Bindehaut schwillt an. Irgendwann ist das Gleichgewicht der Augenoberfläche dauerhaft gestört und die Betroffenen leiden unter dem Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben, oder unter juckenden, brennenden, stechenden Augen.

Wer sich so gar nicht mit dem Gedanken an eine Brille anfreunden kann und Probleme mit harten Kontaktlinsen hat, sollte daher eher an einen refraktiv-chirurgischen Eingriff denken. Dabei setzen Augenärzte zumeist einen Laser ein um die Sehkraft direkt am Auge zu korrigieren. Die am weitesten verbreitete LASIK-Methode (Laser-in-situ-Keratomileusis) kann Korrekturen im Bereich von +4 bis -10 Dioptrien vornehmen und die Patienten können nach dem Eingriff sehr schnell schon wieder scharf sehen. Zwar werden chirurgische Augenkorrekturen zumeist nicht von der Krankenkasse übernommen, doch dafür entfallen die laufenden Kosten für immer neue Monatslinsen oder neue Brillen, sowie die zahlreichen Augenprobleme, die sich durch das ständige Tragen von Kontaktlinsen ergeben.

Wer jedoch unbedingt weiter Kontaktlinsen tragen will, sollte sich zumindest eingehend beraten lassen und lieber auf harte Kontaktlinsen setzen. Weiterhin muss stets sorgfältig auf die Hygiene geachtet werden, d.h. auf die gründliche Reinigung der Kontaktlinsen selbst und auf häufiges Händewaschen, damit beim Berühren der Augen keine Viren oder Keime unter die Kontaktlinsen gelangen können. Kontaktlinsen sollten auf keinen Fall über Nacht getragen werden: Gerade im Schlaf haben die Augen Gelegenheit, sich von der ständigen Belastung durch die Linsen zu erholen.

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