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Makuladegeneration

Makuladegeneration

Vor allem die altersbedingte Makuladegeneration kommt häufig vor, sie ist zu über einem Drittel der Grund für eine Erblindung im Alter über 50 Jahren. Sie kann natürlich auch bei jungen Menschen vorkommen, ja sogar schon von Geburt an nachgewiesen werden. Bei der Makuladegeneration handelt es sich um eine Erkrankung im Auge, die den Bereich des sogenannten „gelben Fleck“ betrifft. So wird der Punkt des schärfsten Sehens genannt, der sich innerhalb der Netzhaut im hinteren Bereich befindet. Die Netzhaut wird als Makula bezeichnet, wo sich die Sehzellen befinden. Diese sind direkt mit dem Gehirn über Nervenbahnen verbunden und für das Sehen am Tag (Zapfen) und in der Dämmerung/Nacht (Stäbchen) zuständig.

Das direkte Fixieren dessen, was sich vor dem Auge abspielt, wird über die Netzhaut durchgeführt. Besonders das Betrachten und Einschätzen von Entfernungen sowie von Einzelheiten wird über die Makula vorgenommen, auch kleine Unterschiede und Feinheiten werden durch sie erkannt. Schon das Erkennen eines Gesichtes wäre nicht möglich, wenn die Makula Defekte aufweist, wie sie dann bei einer Makuladegeneration festzustellen sind. Aus diesem Grund können von einem Betroffenen auch Entfernungen und Distanzen von Objekten nicht mehr richtig eingeschätzt werden, beispielsweise beim Gehen, Auto fahren und anderen Tätigkeiten.

Viele Menschen sind von der Makuladegeneration betroffen

Der Begriff Degeneration beschreibt einen sich rückbildenden Zustand. Makuladegeneration heißt demnach nichts anderes, als dass sich der leistungsfähigste Teil des Auges zurückbildet und dadurch nicht mehr voll funktionstüchtig ist. Es ist äußerst wichtig, dass eine Erkrankung an der Makula möglichst frühzeitig erkannt wird, um das Fortschreiten zu verhindern. Ein fortgeschrittener Ausfall der Sehleistung im Bereich des schärfsten Sehens beeinträchtigt auch die Sehleistung über dieses Feld hinaus. Das Gehirn benötigt praktisch ein intaktes Sehfeld im Bereich des gelben Flecks um auch den umliegenden Bereich optimal zu einem klaren Bild zusammensetzen zu können. Dadurch kann kein scharfes Gesamtbild der Umwelt erfolgen, was im Endeffekt bis zu einer vollkommenen Orientierungslosigkeit führen kann.

Es werden zwei Arten einer Makuladegeneration unterschieden, das ist die trockene und die feuchte Makuladegeneration. Bei rund 85% aller Betroffenen wird die Diagnose einer trockenen Form diagnostiziert. Hierbei liegt zugrunde, dass sich der Stoffwechsel der Makula durch Ablagerungen von Stoffwechselendprodukten verschlechtert und durch diese Ablagerungen „zugedeckt“ wird. Dadurch wird auch die Durchblutung und die Funktion der Nerven behindert bzw. gestört, sodass das Ergebnis eine mangelnde Funktionsleistung ist. Diese zeigt sich in einer zunehmenden Verschlechterung des Sehens und hat auch das Absterben der Netzhaut- und Aderhautschichten zur Folge.

Die feuchte Makuladegeneration kann auch als Rettungsaktion des Körpers gegen die Schäden an der Makula angesehen werden.  Davon sind 15% der Betroffenen erkrankt, durch diese außerplanmäßige Neubildung von Gefäßen, die der Körper als Erste Hilfe Maßnahme ansieht, kann sich die Aderhaut von der Netzhaut ablösen. Die Blutgefäße verfügen über durchlässigere Wände, weshalb Gewebeflüssigkeit austritt. Deshalb auch der Begriff feuchte Makuladegeneration.

Diagnose und Behandlung

In den meisten Fällen gehen die Betroffenen aufgrund von Beschwerden zum Augenarzt, weil sich ihre Sehleistung verschlechtert hat. Dieser wird dann durch eine Untersuchung mit dem Augenspiegel feststellen können, ob es sich um die Makuladegeneration handelt, oder ein anderer Grund für die Verschlechterung vorhanden ist. Liegt die trockene Form vor, lässt sich leider nicht viel weiter unternehmen, außer regelmäßigen Kontrollbesuchen. Bei der feuchten Makuladegeneration wird eine spezielle Untersuchungsmethode, die Fluoreszenzangiographie, durchgeführt, um die mögliche Therapieform zu ermitteln.

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