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Retinoblastom

eyes

Das Retinoblastom ist ein bösartiger Tumor, der häufig schon bei der Geburt eines Kindes auftritt oder spätestens im Kleinkindalter.  Auslöser des Tumors sind genetisch mutierte unreife Zellen in der Netzhaut des Auges, die entweder in erblicher oder nicht-erblicher Form auftreten können. Es handelt sich um eine seltene Krankheit, von der in Deutschland rund 60 neu geborene Kinder im Jahr betroffen sind und die bei frühzeitiger Diagnose auch gut geheilt werden kann. Wird das Retinoblastom jedoch nicht rechtzeitig therapiert, thront den Betroffenen im schlimmsten Fall die Entfernung des Augapfels und damit der Verlust der Sehfähigkeit.

Bei 55% der Patienten wird das nicht-erbliche Retinoblastom festgestellt, bei dem zumeist nur ein Auge betroffen ist. Handelt es sich jedoch um das erbliche Retinoblastom, bei dem die Gen-Mutation von den Eltern auf das Kind weitervererbt wurde, sind deutlich häufiger beide Augen betroffen.

Die Symptome des Retinoblastoms

Junge Eltern können sehr leicht selbst feststellen, ob ihr Kind möglicherweise an einem Retinoblastom leidet: Und zwar durch die Verwendung des Blitzlichtes beim Fotografieren. Normalerweise reflektiert das gesunde Auge das Blitzlicht durch die unter der Netzhaut liegenden Aderhaut, wodurch die klassischen „roten Augen“ auf Fotos entstehen.

Liegt jedoch ein Retinoblastom vor, wird das Blitzlicht vom gelblich-weißen Gewebe des Tumors reflektiert, so dass das Auge im Foto nicht rot erscheint, sondern gelb oder weiß.  Diese sogenannte Leukokorie tritt in 56% aller Retinoblastom-Fälle auf und ist damit das mit Abstand sicherste Symptom. Auch Schielen (Strabismus) kann ein Hinweis auf diese Erkrankung sein. Sie tritt bei etwa jedem fünften Fall von Retinoblastom auf. Andere Symptome sind dagegen eher selten.

Die Behandlung des Retinoblastoms

Bemerken Eltern eine Leukokorie auf Fotos ihrer Babys, sollten sie umgehend den Augenarzt aufsuchen, der mit Hilfe einer Ophthalmoskopie (Augenspiegelung) eine Diagnose stellen kann. Wird das Retinoblastom frühzeitig erkannt, kann der Tumor meist mit Hilfe einer Chemotherapie oder einer perkutanen Strahlentherapie erfolgreich bekämpft werden. Da die derzeitigen Behandlungsmethoden jedoch zu schweren Nebenwirkungen führen oder das Risiko einer Metastasierung erhöhen können, wird derzeit an neuen Therapieverfahren geforscht. Die Heilungschancen sind mit 95% jedoch ausgesprochen gut.

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