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Schielen

Schielen

Schielen der Augen wird in der Fachbezeichnung auch Strabismus genannt. Es wird eine Fehlstellung der Augen beschrieben, die sich in verschiedenen Ausprägungen zeigt. Normalerweise haben beide Augen eine normale und bestimmte Blickrichtung, egal, in welche Richtung der Mensch sieht. Die Augen verfolgen beide parallel die gleiche Blickrichtung, beim Schielen ist dies nicht mehr der Fall. Es gibt unterschiedliche Schielrichtungen, entweder gehen ein oder beide Augen einwärts zur Nasenspitze, ein Auge kann auch zur Seite sehen und das andere normal geradeaus. Beim Schielen handelt es sich um eine krankhafte Fehlstellung der Augen oder eines Auges, das je nachdem wie stark das ausgeprägt ist, auch eine Sehbehinderung zur Folge haben kann. Damit das gesehene Bild von zwei Augen zu einem einheitlichen Bild zusammenschmelzen kann, ist das Sehen in die gleiche Richtung notwendig. Menschen, die schielen, sehen ein Doppelbild. Bei Kindern überspringt das Gehirn diesen Zustand und ignoriert das Doppelbild, das Kind sieht also wie normal ein einziges Bild. Doch das Fatale daran ist, dass das schielende Auge praktisch wegen seiner Behinderung nicht gefordert wird und aus diesem Grund eine Sehschwäche entwickelt. Schielen bei Kindern ist also mehr als ein Schönheitsmakel und es wird sich auch auf keinen Fall von selbst wieder „herauswachsen“.

Verschiedene Formen von Schielen

Latentes Schielen, also verstecktes Schielen, kann durchaus auch nur dann vorkommen, wenn der Mensch übermüdet ist oder unter Alkoholeinfluss steht. Dieses Schielen muss nicht behandelt werden, da der Betroffene eigentlich normalsichtig ist. Bei den anderen Schielformen, wie das Begleitschielen bei kleinen Kindern oder das Lähmungsschielen durch gelähmte Augenmuskeln sollte eine Behandlung vorgenommen werden. Egal, aus welchem Grund, in Deutschland sind ungefähr 5 % der Menschen vom Schielen betroffen. Hier ist vor allem die behandlungsbedürftige Form des Schielens gemeint, wie beispielsweise das Begleitschielen. Hierbei liegt ein Ungleichgewicht der Augenmuskeln vor, wodurch sich die Sehachsen nicht gleichförmig auf das gleiche Objekt richten können. Der Winkel der Sehachsen bleibt unverändert, egal, in welche Richtung sich die Augen bewegen. Davon sind in erster Linie Kinder betroffen, bereits bei Babys ab 6 Monaten kann ein Einwärtsschielen als Form des Begleitschielens festgestellt werden.

Ein plötzlicher Ausfall von äußeren Augenmuskeln ist der Grund für ein Lähmungsschielen. Hiervon können Kinder wie auch Erwachsene gleichermaßen oft betroffen sein. Hierbei kann jedoch der Schielwinkel je nach der Blickrichtung völlig unterschiedlich sein. Hierfür können Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Tumore oder Muskelerkrankungen die Ursache sein. Durch Schielen können grundsätzlich auch Sehbehinderungen auftreten. Wenn Kinder den Kopf oft oder immer schief halten, oder wenn Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder häufiges Blinzeln bemerkt werden,  kann dies ein Hinweis auf eine Fehlstellung der Augenachse sein.

Diagnose und Behandlung

Durch die in kurzen Abständen erfolgenden Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern kann eine typische Augenstellung oder Sehbehinderungen festgestellt werden. Sehtests und orthoptische Tests sowie ein Abdecktest sind wichtige Maßnahmen, um das Schielen genau zu diagnostizieren und zu behandeln. Je nachdem, um welche Ursache des Schielens es sich handelt, ist auch eine spezielle Therapie erforderlich. Eine Brille zur Korrektur der Fehlsichtigkeit, das Abdecken der Augen zur Forderung der Sehleistung mit einem Pflaster oder auch das Aufkleben einer Prismenfolie können erste Maßnahmen beim Schielen sein. Je nachdem kann auch eine Operation notwendig werden, beispielsweise eine Strabismus-Operation an den Augenmuskeln.

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