Telefon: 0221 336666

So finden Sie uns: Zum Lageplan

Bonner Str. 16, 50677 Köln

Uvealmelanom

Augenkrebs

„Augenkrebs“ ist heute ein oft spöttisch benutzter Ausdruck um Missfallen an bestimmten Bildern oder Mustern auszudrücken. Das es tatsächlich eine Augenkrebserkrankung gibt – das maligne Uvealmelanom – ist dagegen nur wenigen Menschen bekannt. Auch unter dem Namen Aderhautmelanom bekannt, betrifft diese Krankheit etwa eine Person von 100.000. Vor allem ältere Menschen ab 60 Jahren sind von ihr betroffen. In Deutschland werden jedes Jahr etwa 500 Neuerkrankungen festgestellt. Dabei sind blaue Augen weitaus häufiger betroffen als dunkle Augen.

Die Entstehung des Uvealmelanoms

Das maligne Melanom ist den meisten Menschen als „schwarzer Hautkrebs“ bekannt, kann jedoch neben der Haut auch das Auge treffen. Ursächlich sind entartete Melanozyten, Pigmentzellen der Haut, die sich auch in der Aderhaut des Auges befinden, aus denen sich ein Melanom entwickelt. In etwa der Hälfte aller Fälle bildet das ursprüngliche Melanom Metastasen, die innere Organe befallen (zumeist die Leber) und häufig zum Tod führt.

Als Uvea wird der Teil des Auges bezeichnet, der aus der Aderhaut, dem Ziliarkörper (einem Muskel) und der Iris besteht. Das Melanom kann alle drei Teile der Uvea befallen, nicht nur die Aderhaut. Wenn diese oder der Ziliarkörper betroffen sind, kann es zum verschwommenen Sehen kommen, während bei einem Melanom der Iris die Welt mit einem dunklen Fleck wahrgenommen wird. Allerdings macht sich der Tumor oft auch gar nicht bemerkbar und wird erst bei einer Routinekontrolle beim Augenarzt entdeckt.

Die Behandlung des Uvealmelanoms

Wird das Melanom entdeckt, kann der Augenarzt unterschiedliche Therapien empfehlen. Am häufigsten wird eine operative Entfernung des Tumors empfohlen, bei der das Augenlicht erhalten bleibt. Nur in schweren Fällen muss das gesamte Auge entfernt werden (Enukleation).

Möglich sind jedoch auch Strahlentherapien um den Tumor zu entfernen, eine Kryotherapie, bei der der Tumor auf -78°C abgekühlt wird, oder eine gezielte Behandlung mit einem Laser, die sogenannte Photokoagulation. Dabei werden Blutgefäße zerstört und der Tumor abgetötet.

Welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist, hängt von der Größe des Tumors ab und davon, ob er bereits Metastasen gebildet hat oder nicht.

Insgesamt ist die Heilungsrate bei einem Uvealmelanom mit 70% relativ hoch.

Translate »